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Konzert Ankündigungen
Hautnah an der Fliegerei
Am Zeller Haidberg hatten die Besucher des Flugtages am Wochenende die Gelegenheit auf Tuchfühlung mit der Fliegerei zu gehen. Die Luftsportgruppe Münchberg zeigte den Besuchern Flugvorführungen und die Möglichkeit selbst einmal im Hubschrauber oder in Flugzeugen neben den Piloten Platz zu nehmen und über das Fichtelgebirge zu fliegen. Leider hatten die Veranstalter kein Glück mit dem Wetter. So konnte am Samstag nur ein reduziertes Programm gezeigt werden. Dazu kam noch das Pech, dass die geplante Attraktion in Form eines Antonov Doppeldeckers mit Fallschirmspringern aus Gera für dieses Wochenende nicht anreisen konnte, weil Regen einen Start dort am Freitag unmöglich machte. Danach stand die Startbahn in Gera wegen eines Festes nicht mehr zur Verfügung. Trotzdem mussten die Besucher in Zell nicht auf Highlights verzichten und kamen dann hauptsächlich am sonnigeren zweiten Tag voll auf ihre Kosten. Ralf Niebergall bot Kunstflugvorführungen mit seiner Siai Marchetti SF-260.

Dieser Ganzmetalltiefdecker wird auch als Militärtrainer in Belgien geflogen und ist am Wochenende mit entsprechender Lackierung hier zu sehen gewesen. Die Maschine ist für eine Belastung von bis zu 6 G ausgelegt und so konnte der Pilot beeindruckende Manöver unterhalb des Waldsteins demonstrieren. Damit die Loopings und Rollen besser zur Geltung kommen, wurden Rauchmittel bei den Kunstflugfiguren eingesetzt, was die Besucher an der Runway begeisterte. Mit staunenden Blicken verfolgten die Zuschauer die exakten Manöver und waren beeindruckt von der Leistung des Kunstflugpiloten. Zusammen mit dem Coburger Pilotenkollegen Michael Eschenbacher startete Niebergall ein weiteres Mal und dabei demonstrierten beide mit ihren Flugzeugen den Zuschauern einen kurzen Parallelflug, wie man ihn sonst eher selten am Haidberg zu sehen bekommt.
Aber auch andere Piloten zeigten ihr Können auf Segelflugzeugen, Motorseglern, Propellermaschinen und Hubschraubern. Bei besserem Wetter nutzen dann am Sonntag auch einige der zahlreichen Zuschauer die Gelegenheit, selbst einmal den Traum vom Fliegen war werden zu lassen. Nachdem sie von ihren Rundflügen zurückkehrten, waren die strahlenden Passagiere begeistert von dem Gefühl wie ein Vogel in Wolkennähe zu kreisen, dass sie für einige Minuten erleben durften. Selbst die Hochfrankenkönigin Bianca Göbel ließ sich die Chance nicht entgehen und stattet den Zellern einen Besuch ab, um Fliegerluft zu schnuppern. Beeindruckt waren nicht nur die Kleinen vom „Grunau-Baby“, einem Segelflugzeug-Oldtimer aus dem Jahre 1939, der sich sein Alter von 70 Jahren weder am Boden noch in der Luft anmerken ließ. Bis auf wenige Meter durften die Neugierigen an alle abgestellten Maschinen ran.
Bei bester Verpflegung genossen die Gäste unvergessliche Momente, wie uns besonders die Personen bestätigten, die noch nie auf einem solchen Flugtag waren oder zum ersten Mal im Cockpit saßen und jetzt vom „Fliegerei-Virus“ infiziert sind. Am kommenden Wochenende haben sie auf Bayerns größter Airshow in Coburg das nächste Mal Gelegenheit.
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