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Zeppelin

 

Zeppelin über Münchberg - Zeppelinfest in Reinersreuth

 

Am 30. Mai 1909 kreiste der Zeppelin LZ V während seiner 38-stündigen Pfingstfahrt auch über Münchberg. Die Reise ging vom Bodensee über Nürnberg bis Bitterfeld und endete auf dem Rückweg wegen Treibstoffmangels in Göppingen aufgrund von Übermüdung der Besatzung mit einem leichten Unfall an einem allein stehenden Birnbaum. Gesteuert wurde das 136 Meter lange Luftschiff vom Münchberger Georg Hacker. Hiesige Schulkinder schrieben damals an Graf Zeppelin und baten ihn, dass er doch auch ein Abstecher nach Münchberg machen sollte. Als Dank, dass er und Kapitän Hacker dieser Bitte folgten, pflanzte der Reinersreuther Schulmeister Dittmar am Tag darauf eine Eiche in der Dorfmitte.

 

Anlässlich dieser Ereignisse vor hundert Jahren veranstalteten die Reinersreuther am Pfingstsonntag ein Zeppelinfest. Professor Reinhardt Schmalz hielt im Vereinsheim Vorträge über die Geschichte des Zeppelins und erklärte den Gästen, was hier vor hundert Jahren geschah. Höhepunkt sollte eine „Wiederholung“ des Zeppelinfluges, auf den Tag genau, nach einem Jahrhundert werden. Leider musste dieses Highlight abgesagt werden, da der Pilot wegen der zu erwartenden Windböen nicht in Luft gehen konnte und somit Start und Landung des 41 Meter langen Luftschiffes nicht möglich waren. Organisator Schmalz stellte aber in Aussicht, dass dies zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könnte. Trotzdem böllerten einige Mitglieder der Felsenbühne Waldstein mit ihren Büchsen sowie einer Kanone in Richtung der frisch gemähten leeren Zeppelinwiese einen Ehrensalut ab. Die Besucher feierten am Nachmittag auf dem Gelände und konnten zumindest die grüne hundertjährige Zeppelineiche besichtigen.

 

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